Minimal Music ist ein Sammelbegriff für verschiedene Musikstile innerhalb der neuen Musik, die sich ab den 1960er-Jahren in den USA entwickelten. Der Name wurde Anfang der 1970er-Jahre von Michael Nyman geprägt in Anlehnung an den aus der Bildenden Kunst stammenden Begriff Minimal Art.
Minimal Music ist verglichen mit Kunstmusik von eher geringer harmonischer Komplexität. Sie bewegt sich meistens im Rahmen einer modalen Tonalität und verwendet selten Dissonanzen (falsch klingende Töne).
Das rhythmische Element (oft Polyrhythmik) ist in der Minimal Music stark hervorgehoben, sie ist stark repetitiv, das heißt: Ein einfaches Grundmuster (Pattern) wird über längere Zeiträume ständig mit nur leichten, oft kaum wahrnehmbaren Variationen wiederholt, das Stück ergibt sich dann aus der einfachen Aneinanderreihung der Variationen. Wird ein Muster gleichzeitig mit geringen unterschiedlichen Geschwindigkeiten gespielt, kommt es zum so genannten Effekt der Phasen-Verschiebung.
Die Minimal Music hat als zeitgenössische Musik außerhalb der Popmusik (mit der es einige Wechselwirkungen gibt) eine beträchtliche Popularität errungen, wenn auch nicht unbedingt beim Publikum traditioneller klassischer Musik.
Auch viele der heutigen Produzenten von Minimal Techno sehen sich in der Tradition der Minimal Music.